Historischer
Überblick
Ein Überblick über Entstehung, Wandel und
Nutzung der St.-Laurentius-Kapelle.


Geschichte der Kapelle

12. Jahrhundert
Die erste Kapelle
Nach mündlicher Überlieferung errichtete ein Einsiedlermönch im 12. Jahrhundert am Sandfurtbach nahe Röcke eine kleine Waldkapelle. Sie diente als Ort des Gebets in einer damals kaum besiedelten Landschaft.


Um 1350
Verlegung des Kapellenstandorts
Die Waldkapelle wurde vermutlich um 1350 abgebrochen und am Standort der heutigen St.-Laurentius-Kapelle erneut aufgebaut. Damit verlagerte sich der geistliche Mittelpunkt näher an den Ort Nammen.

Spätmittelalter
Das Pestgelübde
Im Spätmittelalter legten die Einwohner Nammens ein Pestgelübde ab. Sie gelobten, Ostern, Pfingsten und Weihnachten künftig mit einem dritten Feiertag zu begehen, sofern die Pest keine weiteren Todesopfer mehr fordern würde.
Der Überlieferung nach trat dieses Wunder ein. Der Brauch des sog. dritten Feiertags wird bis heute gepflegt. Er ist einzigartig in Deutschland.


1523
Neubau der heutigen Kapelle
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde die bestehende Waldkapelle abgerissen und durch die heutige St.-Laurentius-Kapelle ersetzt. Eine wissenschaftliche Altersbestimmung aus dem Jahr 1992 legte das Erbauungsjahr auf 1523 fest. Damit zählt die Kapelle zu den ältesten erhaltenen Fachwerkkapellen Deutschlands.

1604
Übergang zum protestantischen Glauben
Im Jahr 1604 trat die Ortschaft Nammen zum protestantischen Glauben über. Dieser Schritt prägte die kirchliche Ausrichtung der Kapelle bis in die Gegenwart.


1654
Dauerhafte Prägung des Erscheinungsbildes
1654 stiftete Amtmann Sack aus Nammen den Dachreiter, die Glocke „Elisabeth“ sowie die Empore der Kapelle. Diese Elemente prägen das Erscheinungsbild der Kapelle bis heute.

1660–1911
Wechselnde kirchliche Zuordnungen
Aufgrund der früheren Grenzlage wurde Nammen im Laufe der Zeit verschiedenen Kirchengemeinden zugeordnet, darunter Petzen, Luhden und Lerbeck.

Gegenwart
Nutzung heute
Seit der Einweihung des ehemaligen Bonhoefferhauses wird die St.-Laurentius-Kapelle vor allem für Sondergottesdienste und Trauungen genutzt. Sie bleibt ein lebendiger Ort des Glaubens und der Gemeinschaft.
Geschichte der Kapelle
12. Jahrhundert
Die erste Kapelle
Nach mündlicher Überlieferung errichtete ein Einsiedlermönch im 12. Jahrhundert am Sandfurtbach nahe Röcke eine kleine Waldkapelle. Sie diente als Ort des Gebets in einer damals kaum besiedelten Landschaft.

Um 1350
Verlegung des Kapellenstandorts
Die Waldkapelle wurde vermutlich um 1350 abgebrochen und am Standort der heutigen St.-Laurentius-Kapelle erneut aufgebaut. Damit verlagerte sich der geistliche Mittelpunkt näher an den Ort Nammen.


Spätmittelalter
Das Pestgelübde
Im Spätmittelalter legten die Einwohner Nammens ein Pestgelübde ab. Sie gelobten, Ostern, Pfingsten und Weihnachten künftig mit einem dritten Feiertag zu begehen, sofern die Pest keine weiteren Todesopfer mehr fordern würde.
Der Überlieferung nach trat dieses Wunder ein. Der Brauch des sog. dritten Feiertags wird bis heute gepflegt. Er ist einzigartig in Deutschland.

1523
Neubau der heutigen Kapelle
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde die bestehende Waldkapelle abgerissen und durch die heutige St.-Laurentius-Kapelle ersetzt. Eine wissenschaftliche Altersbestimmung aus dem Jahr 1992 legte das Erbauungsjahr auf 1523 fest. Damit zählt die Kapelle zu den ältesten erhaltenen Fachwerkkapellen Deutschlands.


1604
Übergang zum protestantischen Glauben
Im Jahr 1604 trat die Ortschaft Nammen zum protestantischen Glauben über. Dieser Schritt prägte die kirchliche Ausrichtung der Kapelle bis in die Gegenwart.

1654
Dauerhafte Prägung des Erscheinungsbildes
1654 stiftete Amtmann Sack aus Nammen den Dachreiter, die Glocke „Elisabeth“ sowie die Empore der Kapelle. Diese Elemente prägen das Erscheinungsbild der Kapelle bis heute.


1660–1911
Wechselnde kirchliche Zuordnungen
Aufgrund der früheren Grenzlage wurde Nammen im Laufe der Zeit verschiedenen Kirchengemeinden zugeordnet, darunter Petzen, Luhden und Lerbeck.

Gegenwart
Nutzung heute
Seit der Einweihung des ehemaligen Bonhoefferhauses wird die St.-Laurentius-Kapelle vor allem für Sondergottesdienste und Trauungen genutzt. Sie bleibt ein lebendiger Ort des Glaubens und der Gemeinschaft.

Heute steht die St.-Laurentius-Kapelle für Jahrhunderte gelebten Glaubens. Für Wandel, der Spuren hinterlassen hat. Und für einen Ort, der bis heute Menschen zusammenführt.